Zwei Wochen Endurourlaub sind vergangen wie im Flug und ich denke immer noch ich träume, wenn in meinem Kopfkino die Bilder der gefahrenen Wege vorüberziehen. Wer hätte gedacht, dass ich mal SOWAS fahre...! Mehr im Reisebericht unter motorradreisen.
EST in Duisburg
Eine von vielen Aktionen des Endurostammtischs: Mal wieder
hatten wir die gesamte Strecke für uns und haben Runde um Runde Reifenprofile
in den Duisburger Dschungel gedrückt. Die Gartenbahn des MSC Duisburg hatte der
liebe Gott gut gewässert. Dabei waren:
Matthias, unser Forenknecht
Guido
der Pistenmathes
Äugels und Miri
Manni
Carmen, die beim Tippspiel den Pokal geholt hat
Stefan
Bettina, Frisur immer top
Toni mit der goldenen Zitrone
Holger
Frank
Carsten
Tina
die Fans: Miri, Petra, Marie, Alex
Ein herrlicher, sportlicher Samstag Nachmittag und
Abend mit grillen, chillen und der Preisverleihung der Fußballtippspiels.
Wiesenzeit
Andi und Sanne sind in Amerika, deshalb klafft da, wo im
Kalender normalerweise das Eifeltreffen als fester Termin eingetragen ist, ein
Loch. Das kann so nicht bleiben, also entschließen Sandra, Guido und wir uns
für ein einmaliges Lückenbüßertreffen am Rande des Ruhrgebiets.
36 Grad. Eine schattenlose Wiese mit jeder Menge
Pferdeäpfeln. Festzelt statt Grillhütte, Gartendusche statt Baden im Maar.
Aber
die eingeschworene Gemeinde kommt mit Motorrad, Kind und Kegel zur
weltmeisterlich geschmückten Pferdekoppel und hat Spaß.
Kein Race to Rom, nur
eine Ausfahrt zur Glörtalsperre und durchs Bergische Land. Die Nighthawk hat
kurzfristig eine Upside-Down-Gabel, zum Glück ist Christiane nichts passiert.
Die Kids – und nicht nur die – sind im Fußballfieber.
Die
Gartendusche bringt die nötige Abkühlung.
Und alle freuen sich aufs abendliche Grillen.
Dank Heinz` Gelände-Wing können wir das Spiel der Deutschen
Mannschaft um Platz drei sogar live im Radio verfolgen.
Lagerfeuer wäre angesichts der lauen Nächte eigentlich nicht
nötig, gehört aber dazu.
Liebe Sanne, lieber Andi: Wir haben euch bestmöglich
vertreten, es hat riesig Spaß gehabt, aber trotzdem freuen wir uns schon, wenn
ihr uns nächstes Jahr wieder in die Eifel einladet.
Roadbooktour Holland
„Ein Roadbook ist eine Weginformation für Touren in Form
einer Tabelle… Roadbooks haben gegenüber der Straßenkarte den Vorteil der schnelleren Wegfindung…“ – so steht´s in Wikipedia. Aha. Der
Holländer Ad bietet Roadbooktouren bei unseren Tulpen züchtenden Nachbarn an,
offroad versteht sich. Also Motorräder auf den Hänger und ab nach Holland. Auf
dem Campingplatz verbringen wir einen herrlich lauen Sommerabend.
Sonntag Morgen die Roadbooks beim Ad abholen. Die müssen
noch geschnitten, geklebt und aufgerollt werden. Die Bastelstunde schafft Rallyfeeling.
Das Anmalen der Roadbooks mit bunten Textmarkern sparen wir uns. Aufgeteilt in
Gruppe „Hase“ und Gruppe „Igel“ machen wir uns auf den Weg – oder besser gesagt:
Auf die Suche nach dem Weg. Denn mit 70 Sachen auf sandigen Wegen unterwegs
sein und dann noch Roadbook und Tripmaster beachten, ist gar nicht so einfach.
Rein in den Wald, hach, schön kühl hier und ein toller Singletrail. Leider zu
kurz, schon geht´s wieder hinaus in die sengende Sonne. Sind wir jetzt bei Bild
89? Müssen wir hier rechts oder noch ein Stückchen geradeaus? Ratlose, staubige
Gesichter.
Zurück zum letzten Punkt, der richtig war und noch mal von vorn
probieren. Wie war das mit dem „Vorteil der schnelleren Wegfindung“?
Kurze Pause und ein Eis an der Tanke, Roadbook weiterdrehen
und den Pfeilen folgen. Zwischen den Feldern ist eigentlich gar kein Weg
erkennbar, trotzdem sind wir richtig. Carsten parkt die Kuh elegant in einem
trockenen Graben.
Dann wieder Sand und Staub, Staub, Staub. Im Blindflug durch
die aufgewirbelte Wolke der Vorfahrenden. Im Nebel erkenne ich gerade so eben,
dass Toni abbiegt. Von den Blümchenpflückern der Igel-Gruppe haben wir seit
heute Morgen nichts mehr gesehen. Die sind schon geduscht und gucken mit einem
kühlen Bier in der Hand Fußball. Wir von der Hasentruppe brechen bei km 122 des
Roadbooks ab, denn es ist schon spät. Verschwitzt, verdreckt, verausgabt, halb verhungert
- und verdammt glücklich kommen wir zum Campingplatz zurück!
Fotos: Tom. Danke!
Resturlaub
… der musste noch weg. Also haben wir die Zeit genutzt und ein
paar Cross- und Endurostrecken im Norden und Osten Deutschlands ausprobiert. Experiment
„Abenteuerurlaub“ mitten in Deutschland. Unsere Erfahrungen:
Ein Fahrerlager, das bei bestem Pfingstwetter aus allen Nähten platzt. Legal
fahren von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Idyllische Strecken mitten im Wald,
wo der Hirsch die Strecke kreuzt, man wild zeltet und zum Waschen zum nahe
gelegenen Löschteich wandert.
Ein sehr netter Verein, der uns samt Motorrädern
bei Sauwetter im Vereinsbungalow Asyl gewährt (inklusive Heizung!!).
Singletrails
und sandige Hohlwege in einem versteckten Endurado. Alles legal. Stiefel voll Wasser gelaufen. Alles egal. Hier ein paar Eindrücke.